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Goldene Kamera des SWRLyrikpreissatirepreisshortstory-PreisSTIPENDIUM "TATORT TÖWERLAND"


09.09.2010 19:30 Uhr
im Rahmen der Eifel-Criminale
Lesung mit Stephan Everling,
Conny Kuhnert und Jochen Senf
"Zwischen den Stühlen"
in der Firma Pohlmann
Metternicher Str. 18
53919 Weilerswist


16.09.2010 20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)
Ladies-Crime-Night in Duisburg
Steinhof, Düsseldorfer Landstraße 347, Duisburg
Kurzlesung aus "Flammen im Sand"


22.09.2010 20:00 Uhr
Lesung aus "Flammen im Sand"
Stadtbibliothek Emsdetten
Kirchstr. 40, 48272 Emsdetten


23.09.2010 20:30 Uhr
Lesung aus der Anthologie
"Mörderisches Münsterland"
mit Sandra Lüpkesk und Jürgen Kehrer
Buchhandlung Thalia
Münster-Arkaden, Ludgeristraße


07.10.2010 19:30 Uhr
Lesung aus "Flammen im Sand"
im Fährhaus Schlüttsiel
Schlüttsiel 1, 25842 Ockholm


08.10.2010 20:00
Lesung aus "Flammen im Sand"
Stadtbücherei Westerland/Sylt
Stephanstr. 6 b, 25980 Westerland
E-Mail: buecherei.westerland@gmx.de
Tel.: 04651 22710


10.10.2010 15:00 - 17:00
Bauernhofcafé Büsum Deichhausen
Marschweg 26, 25761 Büsum-Deichhausen
Lesung aus "Flammen im Sand"
und "Tod an Buhne 16"
aus der Anthologie
"Morden zwischen den Meeren"
zusammen mit Susanne Mischke


05.11.2010 19:00 Uhr
Lesung aus "Flammen im Sand"
Buchhandlung Thalia
Breite Str. 2, Ecke Holzstraße
21682 STADE
Tel.: 04141 779880
E-Mail: thalia.stade@thalia.de


02.04.2011 20:00 Uhr
Lesung mit Eva Maaser, Sandra Lüpkes und Jürgen Kehrer
anlässlich der Buchmesse Rheine
aus der Anthologie
"Mörderisches Münsterland"
in der Stadthalle Rheine
Humboldtplatz 8, 48249 Rheine
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· Hafiz-Literaturpreis für Lyrik (Gesamtwerk), Düsseldorf
hier eine Auswahl:


ZWANGSLÄUFIG
Alle Wasser laufen ins Meer
Das
aus meiner Mühle
das stille, das tiefe
getrübte Wässerchen und
ungetrübte
und ich
gewaschen mit allen
laufe mit


ZUKUNFT
Die Zeit wird kommen
aus dem Prunk von Feld und Wiesen
allerwelts
in einen Winkel der Genügsamkeit
Die Zeit wird tanzen
auf den Wellen
und sich krümmen
in der Liebe
Die Zeit rennt sich den Schädel ein
an dem Harnisch
eines Gauklers
Die Zeit wird gehn


MEINE ZEIT
dreht sich nun mit der Wäschemangel
zu viermal gefalteten Platitüden
versickert im Fluß eines Weichspülers
mitsamt meinem reinen Gewissen
heilt ihre Wunden mit der Macht der Gewohnheit
läßt sich totschlagen
und vertreiben

Eigentlich wollte ich sie in ein
Windrad spannen
und Karussell mit ihr fahren
Wunschlos
Die Liebe ließ sich heute
treiben. Sie streckte
ihre Verse aus
und sonnte sich
in greller Prosa
Unbekümmert
ließ sie Silben tanzen
im Lametta auf dem Wasser
reimte Wolkenschäfchen,
eins aufs andere
die Hände gefaltet
über dem Herzen
Satt und zufrieden im Kreis
ihrer Daumen
in der Ruhe nach dem Sturm


JAHRESWECHSEL
Meine Jahresringe zähle ich
schon lange nicht mehr
auch meine Früchte geb ich
gerne hin für Fallobst oder Mus
In meine Rinde laß ich Herzen
schnitzen und mit mir spielen -
Bäumchen wechsel dich
Laß mich verpflanzen bevor ich
alt werde und
zum Baum der Erkenntnis oder
zu Brennholz.

Doch meine Krone soll sich verzweigen
mit der Sonne
und Heimstatt werden
für den Wind.
So fürchte ich nicht
Herbst oder Winter


UNTERPFAND
Ich möcht mich unter deine Ferse
strecken
mich begraben
unter deinem Lindenblatt

Wo du verwundbar bist
vergeht
dein Blut in meinem Blut
dein Leid in meinem
und unsere Tränen werden
zum Weibe Lots

Wenn dann Thetis
und Peleus
weinen um Achilles
dann küß ich dich
ein letztes Mal

und reite, reite
immer weiter
auf dem Rücken
des Trojanischen Pferdes
ausgeweidet
bis auf die Flügel


FLIEGENDER SOMMER
Die Dahlien rosten schon
unter den Flechten
Die Rosen blättern
ihr Hab und Gut
hin
In Kirschbaum-Ästen
verzweigt sich fröstelnd
der Wind
und über den Pfad
huschen die Nebel

Alte Weiber
wärmen sich darin
die Sorgen


LETZTE SINTFLUT
Über dem See
tanzten die Mücken in Schwärmen
hielten sich über
Wasser
liefen ihm nach
noch lange den Berg herab
und vergingen doch
über dem Wasser-
spiegel, letzter Blick
ehe zerspringt
das Abbild
unserer Welt



MUMMENSCHANZ
Alle Wasser laufen ins Meer
Das
aus meiner Mühle
das stille, das tiefe
getrübte Wässerchen und
ungetrübte
und ich
gewaschen mit allen
laufe mit


AUFRÜSTUNG
Seine Hemdenbrust wollte
sich nicht plätten lassen
Grauschleier griffen
nach seiner weißen Weste
Ein Fettnäpfchen voller
Kragenspeck
und Trockenstarre
unter der Haut

Da rieb ich seine Rüstung
bis sie blinkte
zwei Tropfen Politur
noch aufs Visier
und alles war wieder gut